33 Veränderungen über 33 Veränderungen
Neufassung 2019 – Eine komponierte Interpretation der Diabelli-Variationen von Beethoven
[Ens] 2010/11/19 Dauer: 57' 2Fl(Picc.A-Fl).2Ob(Eh).2Klar.2Fg(Kfg) – 2Hn.2Trp.Pos.Tuba – 4Schl – Hfe – Klav.Akk – 2Vl.Va.Vc.Kb (oder chorisch)
Beschreibung
Meine Interpretation von Schuberts Winterreise ist teilweise missverstanden worden. Auf der einen Seite entstand die Vorstellung, eine solche Bearbeitung müsse nostalgisch sein, auf der anderen Seite wurde das Werk von einigen Traditionalisten als Brechung des Originals verstanden. Das stimmt beides nicht, denn es bewegt sich einer Mittellinie zwischen diesen Möglichkeiten. ... Es hat mich gereizt, nochmals diesen Balanceakt zu probieren. Nietzsche hat etwa gesagt: Das Verhältnis von Altem zu Neuem ist immer so, dass das Neue das Alte destruiert. Es gibt nur eine Möglichkeit, dies zu vermeiden und das ist ein „furchtloses Schweben“ über dem Abgrund der Geschichte. Dieses Schweben zwischen den uns vertrauten Stilen ist ein eigener Reiz, der nicht nur beim Komponisten, sondern auch beim Hörer neue Erfahrungen auslösen kann.
(Hans Zender)
MM 2369149
Mietmaterial
Beschreibung
Beschreibung
Meine Interpretation von Schuberts Winterreise ist teilweise missverstanden worden. Auf der einen Seite entstand die Vorstellung, eine solche Bearbeitung müsse nostalgisch sein, auf der anderen Seite wurde das Werk von einigen Traditionalisten als Brechung des Originals verstanden. Das stimmt beides nicht, denn es bewegt sich einer Mittellinie zwischen diesen Möglichkeiten. ... Es hat mich gereizt, nochmals diesen Balanceakt zu probieren. Nietzsche hat etwa gesagt: Das Verhältnis von Altem zu Neuem ist immer so, dass das Neue das Alte destruiert. Es gibt nur eine Möglichkeit, dies zu vermeiden und das ist ein „furchtloses Schweben“ über dem Abgrund der Geschichte. Dieses Schweben zwischen den uns vertrauten Stilen ist ein eigener Reiz, der nicht nur beim Komponisten, sondern auch beim Hörer neue Erfahrungen auslösen kann.
(Hans Zender)
Uraufführung
Uraufführung: Berlin, 9. November 2011
Uraufführung der Neufassung (Ensemblefassung): Wien, 26. Oktober 2019
Uraufführung der Neufassung (Orchesterfassung): München, 22. November 2019
Bibliografie
Happy New Ears – Utopie jenseits der Stilsicherheit. Hans Zender im Gespräch mit Lydia Jeschke, in: Neue Zeitschrift für Musik 172 (2011), Heft 6, S. 10-13.
33 Veränderungen über 33 Veränderungen. Ein Gespräch von Roland Diry mit Hans Zender / An Interview by Roland Diry with Hans Zender, in: Ensemble Modern Newsletter Nr. 34 (2011), S. 12-19.
Hiekel, Jörn Peter: Der „moderne“ Beethoven. Reflexe auf sein Komponieren in der neuen Musik, in: Neue Zeitschrift für Musik175 (2014), Heft 4, S. 34-41.
Nimczik, Ortwin: Über Diabelli-Variationen hinaus. Musik von Hans Zender, Beethoven, Mozart und Uri Caine, in: Musik und Bildung 46 (2014), Heft 3, S. 34-39.
Nonnenmann, Rainer: Der ewige Revolutionär? Ludwig van Beethoven im gegenwärtigen Komponieren – Teil 1: Orchesterwerke, in: MusikTexte Heft 166 (August 2020), S. 71-79
Zenck, Martin: La relecture de „33 Veränderungen“ sur une valse d’Anton Diabelli de Beethoven par Michel Butor et Hans Zender, in: Unité – Pluralité. La musique de Hans Zender. Colloque Strasbourg 2012, hrsg. von Pierre Michel, Marik Froidefond und Jörn Peter Hiekel, Paris: Hermann 2015, S. 75-103.
Diskografie
Ensemble Modern, Ltg. Hans Zender
CD Ensemble Modern Medien, EMCD-020