Frédéric Chopin (1810–1849)

Der polnische Komponist und Pianist gehört zu den berühmtesten Klaviervirtuosen und Komponisten im 19. Jahrhundert und begeisterte als Klaviervirtuose nicht nur das Publikum in den Pariser Salons.

Seine praktische und theoretische Ausbildung erhielt er, neben einem Studium an der Warschauer Musikhochschule, insbesondere bei Józef Elsner. Die Werke Hummels und Kalkbrenners inspirierten seine Musik zu Beginn ebenso wie die Opern Rossinis oder Webers. Ab 1831 lebte Chopin in Paris und begeisterte als Klaviervirtuose das Publikum in den Pariser Salons. Nach 1835 erlangte er zudem durch Lehrtätigkeiten hohes Ansehen.

Chopins musikalisches Schaffen besteht vorwiegend aus Klavierwerken: Balladen, Préludes, Nocturnes, Impromptus und Walzern. Diese Werke verlegte er, meist parallel, bei mehreren Verlagshäusern in Paris, England und Deutschland, darunter seit 1833 auch bei Breitkopf & Härtel. Im Leipziger Verlagshaus erschien bereits 30 Jahre nach Chopins Tod eine erste Gesamtausgabe seiner Werke.

Chopins polnische Herkunft spiegelt sich in der Melodik und Rhythmik seiner Musik. Für den Stil seiner Klavierwerke ist, neben chromatischer Harmonik, das Einflechten improvisatorischer Elemente und die Verzierungskunst des Belcanto der italienischen Oper kennzeichnend.