Anton Bruckner (1824-1896)

Der österreichische Komponist und Organist gehört zu den großen Symphonikern des 19. Jh. Den Durchbruch erlebte Bruckner in Wien 1881 mit seiner 4. Symphonie. Die 7. Symphonie wurde allein in Deutschland zu seinen Lebzeiten 25mal aufgeführt.

Nach seiner Tätigkeit als Lehrer u. a. am Augustiner Chorherrenstift St. Florian übernahm Bruckner 1855 die Stelle des Domorganisten in Linz. Er studierte nebenher Tonsatz und Komposition bei Sechter in Wien. 1868 wurde er dessen Nachfolger am Wiener Konservatorium. Bewundert und geachtet wurde Bruckner früh für sein Orgelspiel und seine Improvisationskunst. Die drei großen Messen bilden zusammen mit den neun Symphonien sein Hauptwerk.

In Wien geriet Bruckner in die Streitigkeiten zwischen Traditionalisten und der Neudeutschen Schule. Als Wagner-Verehrer wurde er, ohne sich je programmatisch festgelegt zu haben, auf die Seite der Neudeutschen gestellt. Ist der Stil seiner Symphonik zum einen geprägt von klassischen Formen und dem konsequenten Einhalten satztechnischer Regeln, stellte die breit angelegte motivische Arbeit etwas vollkommen Eigenes und Neues dar. Charakteristisch sind neben den markanten Themen registerartige Instrumentierungen und monumentale Steigerungen zu den Finalsätzen, die oft das eigentliche Zentrum der Bruckner-Symphonien darstellen.