Ein Wandersmann … zornig
Hölderlin lesen V
[Akk] 2012 Dauer: 12' Akk (mit Sprechtext)
Beschreibung
„Ein Wandersmann ... zornig“ ist die Nummer V meines Zyklus „Hölderlin lesen“. In diesem Zyklus setze ich mich mit der Sprache Hölderlins auseinander, ohne sie im alten Sinn zu „vertonen“; sie tritt vielmehr als gesprochene Sprache in ihrer Eigenständigkeit einer dazu eher kontrapunktisch konzipierten Musik gegenüber. Im „Wandersmann“ schweigt zunächst die Sprache, und der Schwerpunkt des Stückes wird von einer erst langsamen, dann rhythmisch bewegten Akkordeonmusik gebildet, dagegen zieht sich die Musik gegen Ende des Stückes immer mehr in Schweigen zurück, während die Sprache in ihrer vollen Präsenz dominiert. Das sprachliche Material besteht aus zwei späten Fragmenten Hölderlins, die ich als sehr aktuell empfinde. Man kann in ihnen eine Klage über die misslingende Demokratie heraushören, und ebenso eine Mahnung, das Unverfügbare und nicht Verwertbare der Kunst zu respektieren.
Das Stück ist für Teodoro Anzellotti geschrieben, der sich der Aufgabe einer gleichzeitigen Ausführung des instrumentalen und sprachlichen Anteils stellt.
(Hans Zender, 2013)
EB 9225
EAN: 9790004185032
24 Seiten / 23 x 30.5 cm / 107 g / geheftet
EB 9225D
EAN: 9790004814628
26 Seiten / 23 x 30.5 cm / Digitale Ausgabe
Beschreibung
„Ein Wandersmann ... zornig“ ist die Nummer V meines Zyklus „Hölderlin lesen“. In diesem Zyklus setze ich mich mit der Sprache Hölderlins auseinander, ohne sie im alten Sinn zu „vertonen“; sie tritt vielmehr als gesprochene Sprache in ihrer Eigenständigkeit einer dazu eher kontrapunktisch konzipierten Musik gegenüber. Im „Wandersmann“ schweigt zunächst die Sprache, und der Schwerpunkt des Stückes wird von einer erst langsamen, dann rhythmisch bewegten Akkordeonmusik gebildet, dagegen zieht sich die Musik gegen Ende des Stückes immer mehr in Schweigen zurück, während die Sprache in ihrer vollen Präsenz dominiert. Das sprachliche Material besteht aus zwei späten Fragmenten Hölderlins, die ich als sehr aktuell empfinde. Man kann in ihnen eine Klage über die misslingende Demokratie heraushören, und ebenso eine Mahnung, das Unverfügbare und nicht Verwertbare der Kunst zu respektieren.
Das Stück ist für Teodoro Anzellotti geschrieben, der sich der Aufgabe einer gleichzeitigen Ausführung des instrumentalen und sprachlichen Anteils stellt.
(Hans Zender, 2013)
Uraufführung
Uraufführung: Stuttgart, 8. Februar 2013