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Beschreibung

Das Jahr 1876 steht ganz im Zeichen der Festspiele, die trotz der prekären Lage des Unternehmens fest angekündigt sind. Ablenkung findet Wagner in der Arbeit an seiner Autobiografie, dazu kommt ein lukrativer Kompositionsauftrag aus Amerika. Anfang März dirigiert er eine Benefizvorstellung des Lohengrin in Wien und reist anschließend zur Erstaufführung von Tristan und Isolde nach Berlin. Die im Juni beginnenden Festspielproben erweisen sich als nervenaufreibend für alle Beteiligten. Der äußerliche Glanz der drei Aufführungszyklen im August kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass so manches künstlerisch unvollkommen blieb. Mitte September unternimmt Wagner eine dreimonatige Reise nach Italien, doch die erhoffte Erholung will sich nicht einstellen, zu sehr wirken die Ereignisse des Sommers nach. Zudem bereiten Meldungen aus Bayreuth über das ständig wachsende Defizit Sorgen, sodass Wagner sogar über eine Bankrotterklärung nachdenkt. Gegen Ende des Jahres zeigt er sich wieder gefasst und entwirft weitgespannte Pläne für eine Zukunft der Festspiele.