Siegfried Matthus
1934–2021, Mallenuppen/Ostpreußen
„Siegfried Matthus gelingt das Kunststück, verbreiteten Hörgewohnheiten entgegenzukommen, ohne deshalb ins Kompromiss- oder Klischeehafte zu verfallen. Matthus war lange in der DDR der meist aufgeführte zeitgenössische Komponist. Seit den 70er Jahren konnte er sich auch im westlichen Musikbetrieb zunehmend Gehör verschaffen. Seiner pädagogischen Neigung hat Matthus immer viel Zeit gewidmet. Seine persönlichste Leistung in diesem Bereich ist seit 1991 die von ihm gegründete „Kammeroper Schloss Rheinsberg". In wenigen Jahren hat er das sommerliche Festival zum hoch geachteten Sprungbrett für „Stars von morgen" aus aller Welt entwickelt."
Jurytext des Verbandes der deutschen Kritiker, 1998Auszeichnungen
1984 · Ehrenbürger der Stadt Rheinsberg
1996 · Preis des Internationalen Theaterinstituts Berlin (ITI)
1998 · Preis des Verbandes der deutschen Kritiker
2000 · Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
2013 · Louis-Spohr-Musikpreis der Stadt Braunschweig
2015 · Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
1996 · Preis des Internationalen Theaterinstituts Berlin (ITI)
1998 · Preis des Verbandes der deutschen Kritiker
2000 · Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
2013 · Louis-Spohr-Musikpreis der Stadt Braunschweig
2015 · Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
Mitgliedschaften
Seit 1969 · Akademie der Künste der DDR
Seit 1976 · Akademie der Künste, Berlin (West)
Seit 1978 · Bayerische Akademie der Schönen Künste, München
Seit 1976 · Akademie der Künste, Berlin (West)
Seit 1978 · Bayerische Akademie der Schönen Künste, München
Wichtige Positionen
Komische Oper Berlin (seit 1964)
Kammeroper Rheinsberg (1991–2014)
Akademie der Künste Berlin (Meisterklasse, 1972)
Biografie
1934
Geboren am 13. April in Mallenuppen/Ostpreußen
1948–1952
Schulbesuch und Abitur in Rheinsberg
1952–1958
Studium an der Deutschen Hochschule für Musik in Berlin; Kompositionsstudien bei Rudolf Wagner-Régeny
1958–1960
Meisterschüler Hanns Eislers an der Akademie der Künste Berlin
seit 1960
Freischaffender Komponist
seit 1964
Komponist und Berater (Dramaturg) für zeitgenössische Musik an der Komischen Oper Berlin; Zusammenarbeit mit Walter Felsenstein, Götz Friedrich und Harry Kupfer
1966–1988
Konzeption und Leitung der Veranstaltungsreihe Kammermusik im Gespräch an der Komischen Oper Berlin
1969
Mitglied der Akademie der Künste der DDR
1972
Leitung einer Meisterklasse an der Akademie der Künste; Sekretär der Sektion Musik
1976
Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West)
1978
Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
1984
Ehrenbürger der Stadt Rheinsberg
1985
Ernennung zum Professor
1991–2014
Künstlerischer Leiter der Kammeroper Schloss Rheinsberg
1996
Preis des Internationalen Theaterinstituts Berlin (ITI)
1998
Preis des Verbandes der deutschen Kritiker
2000
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
2013
Louis-Spohr-Musikpreis der Stadt Braunschweig
2015
Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
2021
Am 27. August nach längerer Krankheit in Stolzenhagen (Brandenburg) verstorben