Nicolaus A. Huber

*1939, Passau

„Hubers Konzentration auf den Nahbereich dessen, was im Umgang mit musikalischem Material gemeinhin für normal oder selbstverständlich und von daher unbedenklich erscheint, öffnet ihm Zugänge zur Musik, an deren Rändern wieder Raum für Utopien oder Spekulatives frei wird: eine Haltung, die ihn zu einem der wenigen Garanten für einen Fortschritt der Musik macht."

Ulrich Müller, Hessischer Rundfunk
Auszeichnungen
1969 · Kulturpreis für Musik der Stadt München
1970 · Darmstädter Kompositionspreis
1988 · Berliner Förderungspreis Musik
2007 · Gerda und Günter Bialas-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Mitgliedschaften
Seit 1992/93 · Akademien der Künste in Berlin und Leipzig
Seit 2019 · Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
Aufführungen u.a. bei
Donaueschinger Musiktage Festival d'Automne, Paris Biennale di Venezia Warschauer Herbst Holland Festival, Amsterdam Musica, Straßburg Wien Modern Witten – Tage für neue Kammermusik Musikbiennale Berlin
Biografie
1939
Am 15. Dezember in Passau geboren
1956
Erstes öffentliches Auftreten als Komponist und Organist
1958–1962
Studium an der Musikhochschule München: Klavier (bei Oscar Koebel) und Schulmusik
1962/63
Kompositionsstudium in München bei Franz Xaver Lehner
1962–1964
Referendar im Schuldienst
1964–1967
Fortführung des Kompositionsstudiums bei Günter Bialas
1965/66
Arbeit im elektronischen Studio München mit Josef Anton Riedl
1967
Kompositionskurs bei Karlheinz Stockhausen in Darmstadt („Ensemble")
1967/68
Kompositionsstudium bei Luigi Nono in Venedig
1969
Kulturpreis für Musik der Stadt München; Dozent für Theorie und Analyse an der Folkwang-Hochschule Essen
1969–1971
Mitwirkender im Ensemble Josef Anton Riedl
1970
Darmstädter Kompositionspreis
1971
Stipendiat der Cité Internationale des Arts, Paris
1971–1974
Vizepräsident der GNM
1974–2004
Professor für Komposition an der Folkwang-Hochschule Essen
1975–1980
Zusammenarbeit mit Peter Maiwald und einer freien Theatergruppe: Tourneen mit politischen Revueprogrammen durch die Bundesrepublik, Auftritte bei Großveranstaltungen, in Kneipen und Zelten
1976
Entwicklung der konzeptionellen „Rhythmuskomposition"
1988
Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik; Berliner Förderungspreis Musik; Einführung der „shrugs" in die Musik (im Orchesterwerk Go ahead)
seit 1992/93
Mitglied der Akademien der Künste in Berlin und Leipzig
2007
Gerda und Günter Bialas-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
seit 2019
Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste