Kinan Azmeh
*1976, Damaskus
„[Azmehs] rhapsodische Klarinette weiß mit einer einzigartigen Intimität zu verführen und in Ekstase zu explodieren“
Los Angeles TimesDer von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeierte Klarinettist und Komponist Kinan Azmeh hat sich mit seinem unverwechselbaren Stil in verschiedenen Musikgenres internationale Anerkennung erworben.
Aus seiner Heimat Damaskus, Syrien, trägt er seine Musik als Solist, Komponist und Improvisateur in die ganze Welt. Nennenswerte Auftritte hatte er beispielsweise in der Opera Bastille, Paris; Tschaikowsky Grand Hall, Moskau; Carnegie Hall und UN General Assembly, New York; Royal Albert Hall, London; Teatro Colon, Buenos Aires; Berliner Philharmonie, Berlin; Library of Congress, Kennedy Center, Washington DC; Mozarteum, Salzburg; Elbphilharmonie, Hamburg; und in seiner Heimat Syrien beim Eröffnungskonzert des Opernhauses von Damaskus.
Als Solist ist er bereits mit den New York Philharmonic, dem London Philharmonic Orchestra, Seattle Symphony, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Düsseldorfer Symphonie, Montreal Symphony, dem West-Eastern Divan Orchestra, Azerbaijan State Symphony, Winnipeg Symphony, Symphony Nova Scotia, Toronto Symphony, A Far Cry, The Knights, Calgary Philharmonic, Qatar Philharmonic, der NDR BigBand und dem Syrian Symphony Orchestra sowie vielen weiteren aufgetreten und teilte die Bühne mit musikalischen Größen wie Yo-Yo Ma, Daniel Barenboim, Marcel Khalife, John McLaughlin, Francois Rabbath, Aynur and Jivan Gasparian.
Kinan ist bekannt für sein diverses Kompositionsportfolio, das Solo-, Kammer- und Orchestermusik sowie Filmmusik, Live-Illustrationen und elektronische Musik umfasst. Seine jüngsten Werke, die im Auftrag der New York Philharmonic, der Seattle Symphony, The Knights, des Saint Paul Chamber Orchestra, der Elbphilharmonie, des Apple Hill String Quartet, des Quatuor Voce, der Brooklyn Rider, des Cello Octet Amsterdam, des Aizuri Quartet und von Bob Wilson entstanden sind, fanden großen Anklang.
Seine erste Oper Songs for Days to Come, die vollständig auf Arabisch gesungen wird, wurde 2022 in Osnabrück uraufgeführt und erhielt großen Zuspruch.
Als Meister der zeitgenössischen Musik wurde er durch Widmungen mehrerer Klarinettenkonzerte anderer Komponisten geehrt, darunter Kareem Roustom, Dia Succari, Dinuk Wijeratne, Zaid Jabri, Saad Haddad, Kyle Sanna und Gus Janssen. Er inspirierte darüber hinaus eine Vielzahl an Kammermusik-Kompositionen.
Zusätzlich zu seinem eigenen Arab-Jazz Quartett Kinan Azmeh and CityBand und seinem Hewar-Trio tritt Kinan seit 2012 mit dem Silkroad Ensemble auf, an dessen Album Sing Me Home, das 2017 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, Kinan als Klarinettist und Komponist beteiligt war.
Kinans Leben und Schaffen werden in mehreren Dokumentarfilmen thematisiert, darunter der Film „Music by Strangers“ des Oscar-prämierten amerikanischen Regisseurs Morgan Neville und die neueste Doku „Half Moon“ des niederländischen Filmemachers Frank Scheffer.
Kinan Azmeh wurde von Präsident Biden zum National Council for the Arts der Vereinigten Staaten berufen. Er ist Absolvent der Juilliard School unter Charles Neidich, sowie des Damascus High Institute of Music, wo er bei Shukry Sahwki, Nicolay Viovanof und Anatoly Moratof studierte, und der Fakultät für Elektrotechnik an der Universität von Damaskus. Kinan erlangte 2013 den Doktor der Musikwissenschaften an der City University of New York.