Confitebor tibi, Domine
Urtext
[S,GCh,Bc] Solo: S – Chor: SATTB – Bc
Vokaltext: ItalienischBeschreibung
Der Psalm 110 „Conjitebor tibi, Domine“ war zur Amtszeit Monteverdis an San Marco in Venedig Bestandteil der Vesper an Sonntagen und an zahlreichen Heiligenfesten im Verlauf des Kirchenjahres. Als jeweils zweiter Psalm der üblichen Fünferreihe folgte er dem einleitenden „Dixit Dominus“; nach den Rubriken der Kathedrale war er in einer Concertato-Vertonung auszuführen. Dass Monteverdi diesen Psalmtext mehrfach vertont hat, mag in der Vielzahl von Gelegenheiten begründet sein, bei denen der Text in der Liturgie von San Marco fixiert war. Wenn der Komponist bei der Vielzahl von Vertonungen des nämlichen Textes über die jeweils wechselnde Besetzung hinaus stets neue Formmodelle entwickeln konnte, so spricht dies für eine reiche Phantasie voll zukunftsweisender Ideen.
Die hier edierte Komposition hebt sich durch zwei wesentliche Eigenheiten heraus: ihr eigenwilliger Stil fällt ebenso aus dem üblichen Rahmen wie die vom Komponisten eingeräumte, zweifache Art der Ausführung. Den als „alla francese" gekennzeichneten Stil, in Monteverdis Kirchenmusik einzigartig, teilt unsere Komposition mit zwei Madrigalen aus dem 1638 gedruckten achten Madrigalbuch, „Dolcissimo uscignolo“ und „Chi vuol haver felice e lieto il core“.
PB 5323
Partitur
EAN: 9790004210468
40 Seiten / 23 x 30.5 cm / 162 g / Broschur
Beschreibung
Beschreibung
Der Psalm 110 „Conjitebor tibi, Domine“ war zur Amtszeit Monteverdis an San Marco in Venedig Bestandteil der Vesper an Sonntagen und an zahlreichen Heiligenfesten im Verlauf des Kirchenjahres. Als jeweils zweiter Psalm der üblichen Fünferreihe folgte er dem einleitenden „Dixit Dominus“; nach den Rubriken der Kathedrale war er in einer Concertato-Vertonung auszuführen. Dass Monteverdi diesen Psalmtext mehrfach vertont hat, mag in der Vielzahl von Gelegenheiten begründet sein, bei denen der Text in der Liturgie von San Marco fixiert war. Wenn der Komponist bei der Vielzahl von Vertonungen des nämlichen Textes über die jeweils wechselnde Besetzung hinaus stets neue Formmodelle entwickeln konnte, so spricht dies für eine reiche Phantasie voll zukunftsweisender Ideen.
Die hier edierte Komposition hebt sich durch zwei wesentliche Eigenheiten heraus: ihr eigenwilliger Stil fällt ebenso aus dem üblichen Rahmen wie die vom Komponisten eingeräumte, zweifache Art der Ausführung. Den als „alla francese" gekennzeichneten Stil, in Monteverdis Kirchenmusik einzigartig, teilt unsere Komposition mit zwei Madrigalen aus dem 1638 gedruckten achten Madrigalbuch, „Dolcissimo uscignolo“ und „Chi vuol haver felice e lieto il core“.