Jittering Directions
The Fury of Our Concepts
[S,Orch] 2021/22 Dauer: 19' Solo: S – 3(Picc/A-Fl).2.Eh.2.B-Klar.2.Kfg – 4.3.3.1 – Pk.Schl(3) – Hfe – Klav – Cel – Str: 12.10.8.6.4
Beschreibung
Während der vielen Corona-bedingten Lockdowns seit Frühjahr 2020 habe ich mich, warum auch immer, tief in die vielgestaltige wie aufregende amerikanische Lyrik des 20. und 21. Jahrhunderts verloren – auch, aber nicht nur auf der Suche nach spannenden, vertonbaren Texten.
Bei William Carlos Williams (1883-1963) schließlich, der trotz seiner eminenten Bedeutung gar nicht so viel vertont wurde, hat mein Suchradar schließlich angeschlagen.
Fernab der protzerischen Bildungsbürgerei eines T.S. Eliot, Lichtjahre entfernt von der gefährlichen Faschismus-Nähe eines Ezra Pound, gehört WCW, wie er gerne liebevoll genannt wird, mit Elizabeth Bishop und Robert Lowell wohl zu den Fixsternen der amerikanischen Moderne.
Diese feine, reduzierte, vermeintlich unscheinbar-verspielte, auf den zweiten Blick aber so subversive und messerscharf-bedeutungsreiche Lyrik hat mich seitdem vollends in ihren Bann gezogen.
Auf Gedichten aus drei Bänden basierend, „Sour Grapes“ (1921), „An Early Martyr and Other Poems“ (1935) und „The Wedge“ (1944), habe ich schließlich einen sechs Orchesterlieder umfassenden Zyklus komponiert. Mit diesem wollte ich WCWs Gedichte nicht etwa verdoppeln oder nachzeichnen, sondern ganz bewusst meine persönliche Sicht auf diese fragilen Meisterwerke werfen.
Dieses Auftragswerk der Wiener Symphoniker und des Wiener Konzerthauses wurde vom fein modellierten Klang und Facettenreichtum dieses wunderbaren Orchesters inspiriert. Es ist meinen Eltern gewidmet.
(Johannes Maria Staud, 3.2.2022)
EB 9465
Fassung für Sopran und Klavier
EAN: 9790004189436
48 Seiten / 23 x 30.5 cm / 201 g / geheftet
EB 9465D
Fassung für Sopran und Klavier
EAN: 9790004819494
48 Seiten / 23 x 30.5 cm / Digitale Ausgabe
MM 2390018
Mietmaterial
Beschreibung
Beschreibung
Während der vielen Corona-bedingten Lockdowns seit Frühjahr 2020 habe ich mich, warum auch immer, tief in die vielgestaltige wie aufregende amerikanische Lyrik des 20. und 21. Jahrhunderts verloren – auch, aber nicht nur auf der Suche nach spannenden, vertonbaren Texten.
Bei William Carlos Williams (1883-1963) schließlich, der trotz seiner eminenten Bedeutung gar nicht so viel vertont wurde, hat mein Suchradar schließlich angeschlagen.
Fernab der protzerischen Bildungsbürgerei eines T.S. Eliot, Lichtjahre entfernt von der gefährlichen Faschismus-Nähe eines Ezra Pound, gehört WCW, wie er gerne liebevoll genannt wird, mit Elizabeth Bishop und Robert Lowell wohl zu den Fixsternen der amerikanischen Moderne.
Diese feine, reduzierte, vermeintlich unscheinbar-verspielte, auf den zweiten Blick aber so subversive und messerscharf-bedeutungsreiche Lyrik hat mich seitdem vollends in ihren Bann gezogen.
Auf Gedichten aus drei Bänden basierend, „Sour Grapes“ (1921), „An Early Martyr and Other Poems“ (1935) und „The Wedge“ (1944), habe ich schließlich einen sechs Orchesterlieder umfassenden Zyklus komponiert. Mit diesem wollte ich WCWs Gedichte nicht etwa verdoppeln oder nachzeichnen, sondern ganz bewusst meine persönliche Sicht auf diese fragilen Meisterwerke werfen.
Dieses Auftragswerk der Wiener Symphoniker und des Wiener Konzerthauses wurde vom fein modellierten Klang und Facettenreichtum dieses wunderbaren Orchesters inspiriert. Es ist meinen Eltern gewidmet.
(Johannes Maria Staud, 3.2.2022)
Inhaltsverzeichnis
| 1. | Solstice |
| 2. | January |
| 3. | The Hard Listener |
| 4. | The Locust Tree in Flower |
| 5. | The Sadness of the Sea |
| 6. | The Last Turn |
Uraufführung
Uraufführung: Wien/Österreich, Konzerthaus, 17. Februar 2022
Auftragswerk der Wiener Symphoniker und des Wiener Konzerthauses