Sardinian Songbook
[2Vl,Va,Vc] 2018 Dauer: 21'
Beschreibung
Als Student hörte ich Aufnahmen der Tenores di Bittiund verliebte mich in ihren bemerkenswerten Gesang – ihr einzigartig intensives Timbre, ihr Zusammenklang, der zugleich rein und rau schien, und das Gefühl, dass es bei dieser Musik im Grunde nicht so sehr um die Darbietung ging, sondern einfach um das Zusammensein in der Welt, in einer Art geistigen Gemeinschaft. Damals hatte ich nicht die Absicht, diese Musik für meine eigene kreativen Arbeit zu nutzen, und doch sind wir nun hier: Sardinian Songbook ist der zweite Teil eines Zyklus von Werken für das Ligeti Quartett, die alle auf Transkriptionen von Musik aus verschiedenen Traditionen des Kehlkopfgesangs basieren. Ähnlich wie Streichquartette singen die Tenöre in der Regel in vierstimmigen Gruppen, aber da sie keine Instrumente benutzen, können sie sehr dicht beieinander stehen, so dass sich die Resonanzen ihrer Stimmen auf besondere Weise vermischen und miteinander interagieren. Das Streichquartett kann natürlich nur gerade so nahe zusammen sitzen, dass die Bögen einander nicht behindern. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, die physische Nähe der Tenöre in umgekehrter Weise zu reflektieren, indem ich die Spieler im Laufe des Stücks sich immer weiter voneinander entfernen lasse. Auf diese Weise weicht der anfängliche Zustand der klanglichen Verschmelzung ineinander verschränkten, hoquetus-artigen Linien, wodurch sich die Wahrnehmung für den Raum öffnet.
Christian Mason (2018)
Die vier Sätze können einzeln oder als Ganzes gespielt werden. Wenn sie zusammen gespielt werden, sollte die folgende Reihenfolge eingehalten werden (siehe Inhaltsverzeichnis).
EB 9270
Partitur
EAN: 9790004185704
28 Seiten / 23 x 30.5 cm / 137 g / geheftet
EB 9270D
Partitur
EAN: 9790004820704
30 Seiten / 23 x 30.5 cm / Digitale Ausgabe
EB 9271
Stimmensatz
EAN: 9790004185711
54 Seiten / 23 x 30.5 cm / 246 g / Mappe
EB 9271D
Stimmensatz
EAN: 9790004820711
55 Seiten / 23 x 30.5 cm / Digitale Ausgabe
Beschreibung
Beschreibung
Als Student hörte ich Aufnahmen der Tenores di Bittiund verliebte mich in ihren bemerkenswerten Gesang – ihr einzigartig intensives Timbre, ihr Zusammenklang, der zugleich rein und rau schien, und das Gefühl, dass es bei dieser Musik im Grunde nicht so sehr um die Darbietung ging, sondern einfach um das Zusammensein in der Welt, in einer Art geistigen Gemeinschaft. Damals hatte ich nicht die Absicht, diese Musik für meine eigene kreativen Arbeit zu nutzen, und doch sind wir nun hier: Sardinian Songbook ist der zweite Teil eines Zyklus von Werken für das Ligeti Quartett, die alle auf Transkriptionen von Musik aus verschiedenen Traditionen des Kehlkopfgesangs basieren. Ähnlich wie Streichquartette singen die Tenöre in der Regel in vierstimmigen Gruppen, aber da sie keine Instrumente benutzen, können sie sehr dicht beieinander stehen, so dass sich die Resonanzen ihrer Stimmen auf besondere Weise vermischen und miteinander interagieren. Das Streichquartett kann natürlich nur gerade so nahe zusammen sitzen, dass die Bögen einander nicht behindern. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, die physische Nähe der Tenöre in umgekehrter Weise zu reflektieren, indem ich die Spieler im Laufe des Stücks sich immer weiter voneinander entfernen lasse. Auf diese Weise weicht der anfängliche Zustand der klanglichen Verschmelzung ineinander verschränkten, hoquetus-artigen Linien, wodurch sich die Wahrnehmung für den Raum öffnet.
Christian Mason (2018)
Die vier Sätze können einzeln oder als Ganzes gespielt werden. Wenn sie zusammen gespielt werden, sollte die folgende Reihenfolge eingehalten werden (siehe Inhaltsverzeichnis).
Inhaltsverzeichnis
| 1. | S’iscravamentu – for Richard Jones | 6' |
| 2. | Ballate a Ballu Tundu – for Mandhira de Saram | 8' |
| 3. | Satiras – for Patrick Dawkins | 3' |
| 4. | Muttos – for Valerie Welbanks | 4' |
Uraufführung
Uraufführung: Sheffield/Großbritannien, Firth Hall, 24. April 2018
Auftragswerk des Ligeti Quartet