Tonangebend
mit musikalischer Exzellenz
Seit 1719 perfektionieren wir die Kunst, Musik sichtbar zu machen,
damit sie andere hörbar machen.
Wer sind
wir?
Breitkopf & Härtel ist der älteste noch existierende Musikverlag. In über drei Jahrhunderten hat der Verlag die Musikgeschichte durch den Druck von Publikationen verschiedener Fachbereiche, durch Notensatz und -stich sowie durch verlegerische Entscheidungen maßgeblich geprägt.
Eines der frühesten musikalischen Druckerzeugnisse war Schemellis Gesangbuch im Jahr 1736. In den folgenden Jahrzehnten zeichnete sich zunehmend der Bereich Musik als verlegerischer Schwerpunkt ab, was sich im 19. Jahrhundert neben Erstdrucken von bis heute bekannten Komponisten auch in einer eigenen Klavierfabrik zeigte.
Besonders hervorzuheben ist Breitkopf & Härtels maßgebliche Beteiligung an den ersten kritischen Gesamtausgaben. Als Vorreiter galt hier die Gesamtausgabe der damaligen Bach-Gesellschaft; es folgten Ausgaben von Händel, Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, Berlioz und Schubert. Sie bildeten den Beginn der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit musikalischen Quellen – eine Arbeit, die bis heute die selbstverständliche Grundlage unserer mit dem Urtext-Logo versehenen Ausgaben darstellt.
Ende des 19. Jahrhunderts etablierten sich die großen Veröffentlichungsreihen Partitur-Bibliothek, Orchester-Bibliothek und Chor-Bibliothek, die bis heute bestehen und kontinuierlich um neues Repertoire erweitert werden. Um 1900 umfasste der Katalog bereits mehr als 100.000 lieferbare Titel.
Heute arbeiten rund 60 engagierte Menschen an drei Standorten – Taunusstein, Wiesbaden und Leipzig – in neun Abteilungen daran, hochwertige Ausgaben zu erstellen, zu bewerben, zu versenden und unsere Kundschaft weltweit optimal zu betreuen. Wir agieren als unabhängiger Verlag, sind frei in unserer Programmgestaltung und stolz darauf, den größten existierenden Orchesterkatalog im Kauf- und Mietbereich sowie zahlreiche weitere Programmbereiche anbieten zu können.
Wie arbeiten
wir?
Durch unsere guten Kontakte zu wichtigen Institutionen weltweit und die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Musikerinnen und Musikern entstehen bei uns Notenausgaben und Bücher, die dem neuesten Forschungsstand entsprechen und dabei unterschiedliche Aufführungsbedingungen berücksichtigen.
Die Qualität unserer Produkte ist unsere Motivation. Sorgfalt geht vor Quantität – dennoch geben wir jeden Tag unser Bestes, Sie zeitnah mit allem lieferbaren Notenmaterial zu versorgen.
Was macht uns
aus?
Unsere Tradition sorgt für jahrzehntelange Erfahrung, auf der wir uns jedoch nicht ausruhen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Neuausgaben an aktuelle Bedürfnisse anzupassen und ebenso Werke aus der Backlist weiterzuentwickeln. Ihr Feedback nehmen wir ernst – es fließt täglich in unsere Arbeit und in die Verbesserung unserer Ausgaben ein.
Expertise, Freundlichkeit und nicht zuletzt die Begeisterung für unsere Notenausgaben und Bücher stehen dabei stets im Mittelpunkt unseres Handelns.
Momente, die Musikgeschichte geprägt haben
kuratiert, nicht chronologisch
Wendepunkte. Aufbrüche. Klangspuren.
Die Erfindung des Notendrucks
Breitkopf entwickelte das erste bewegliche Musiktype-System – eine technische Revolution, die präzisen, schnellen und weit verbreiteten Notendruck erst möglich machte.
Der Schritt zum Notenstich
Durch die Einführung des Kupferstichs definierte Breitkopf neue Standards für Präzision und Lesbarkeit – Grundlage für die Verbreitung großer Orchesterwerke.
Prägende Verlagspartnerschaften
Haydn, Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann und Wagner wurden durch Breitkopf international verbreitet und prägten das musikalische Erbe Europas nachhaltig.
Die wissenschaftlichen Gesamtausgaben
Mit kritischen Editionen wie der Bach- und Mozart-Ausgabe setzte Breitkopf den internationalen Standard für musikwissenschaftliche Genauigkeit.
Der erste thematische Musikkatalog (1762)
Mit dem ersten gedruckten thematischen Katalog schuf Breitkopf ein neues musikgeschichtliches Werkzeug: Werke wurden identifizierbar, vergleichbar und international auffindbar.
Ein europäisches Musiknetzwerk
Breitkopf verband Komponisten, Musiker, Höfe und Kapellen über Landesgrenzen hinweg – eines der ersten funktionierenden Musiknetzwerke Europas.
Beethovens internationale Verbreitung
Breitkopf war maßgeblich daran beteiligt, Beethovens Werke in ganz Europa zu verbreiten – ein Beitrag, der das Verständnis und die Wirkung seines Œuvres weltweit prägte.
Standards der modernen Partiturenproduktion
Architektur, Taktverteilung, Stichästhetik: Breitkopf entwickelte im 19. Jahrhundert jene Partiturstandards, die bis heute weltweit gelten.
300 Jahre Verlagskultur
Musik. Wissen. Zeitgeschichte
Breitkopf & Härtel
300 Jahre europäische Musik- und Kulturgeschichte
Herausgegeben und kommentiert von Thomas Frenzel
Eine Reise durch 300 Jahre Verlagsgeschichte
Wie bringt man 300 Jahre Unternehmensgeschichte, kombiniert mit einem ebenso langen Zeitraum europäischer Musik- und Kulturgeschichte, stil- und sinnvoll zwischen zwei Buchdeckel? Wie wählt man aus der schier unüberschaubaren Menge an Material aus, wie scheidet man Wesentliches von weniger Wichtigem? Der Anfang der Geschichte ist mit den Ereignissen im Januar 1719 leicht gefunden – allein, wo und wann sollte auf der Reise durch drei Jahrhunderte eine Pause oder gar eine Zäsur gemacht werden? Mit respekteinflößenden Fragen dieser Art sah sich unser Herausgeber und Verlagslektor Thomas Frenzel während der letzten drei Jahre täglich konfrontiert.
Das Ergebnis ist nicht nur eine Chronik oder Verlagsgeschichte. Vielmehr wird Ihnen ein Blick durch das Schlüsselloch gewährt, und Sie werden mitgenommen auf eine Reise durch 300 Jahre europäische Musik- und Kulturgeschichte. Die Entstehung der gesamten Musikverlagsbranche sowie die Entwicklung Leipzigs zur Musikstadt und zum „Mittelpunkt des Weltbuchhandels“ wird dabei ebenso illustriert wie die Tatsache, dass Breitkopf & Härtel wesentlich zu beiden Entwicklungen beigetragen hat.
Die höchsten Ansprüche an Inhalt, Papier, Druck und Bindung unterstreichen die Wertigkeit dieser – in 300 Jahren einmaligen – Verlagsproduktion aus dem Hause Breitkopf & Härtel.
- 504 Seiten im Vollfarbdruck
- Chronik wichtiger Firmenereignisse
- Aufsätze zu ausgewählten Themen
- Historische Bild- und Textdokumente, Anekdoten und allerlei Kurioses
- Hochwertiger Leineneinband mit Schutzumschlag
- Circa 620 Abbildungen