Imprints / Koproduktionen

Imprints

Mit dem Deutschen Verlag für Musik (DVfM) beginnen die aktuellen Imprints. Der 1951 in Leipzig gegründete Verlag wurde kurz nach der Wiedervereinigung von Breitkopf erworben und als eigenständige GmbH weitergeführt. Schwerpunkte im DVfM-Programm war die zeitgenössische Musik (Siegfried Matthus, Udo Zimmermann), zahlreiche Werke von Hanns Eisler, die alte Reihe der Leipziger Mendelssohn-Gesamtausgabe sowie musikpädagogische Editionen vor allem im Bereich der Bläserliteratur (Koch: Klarinette, Seltmann/Angerhöfer: Fagott, Krumpfer: Trompete) und Klavier (Manfred Schmitz). Die DVfM-Ausgaben sind in den aktuellen Breitkopf-Katalogen enthalten. Die pädagogische Verlagsarbeit wird aktiv weitergeführt: Neumann: Geigenschule, Schmitz: Spielwiese u. a.

Beim MUSICA-RARA-Programm (MR) ist Nomen oft nicht Omen, denn viele MR-Werke und -Ausgaben gehören inzwischen zum Repertoire: Neruda: Trompetenkonzert, C. Ph. E. Bach: Flötensonaten, Krommer: Klarinettenkonzerte. Gegründet wurde MUSICA RARA 1950 in London. Das Verlagsprogramm fand rasch ein klares Profil mit Bläserliteratur des 17., 18. und 19. Jahrhunderts, die in anderen Verlagen wenig vertreten war. Breitkopf erwarb den Verlag im Jahr 2000 und führt das MR-Programm in einem eigenen Katalog weiter: einerseits durch verbesserte Nachdrucke, andererseits durch etliche Neuerscheinungen.

Die Edition Nepomuk (MN) gehört seit 2011 zu Breitkopf. Das von Francis Schneider in der Schweiz entwickelte Verlagsprogramm enthält eine Vielzahl musikpädagogischer Ausgaben, darunter insbesondere auch Bücher (Ernst: Was ist guter Instrumentalunterricht?) und Musikspiele (Fink: Musikkreuzworträtsel). Das MN-Programm wird durch Nachdrucke und neue Titel in einem speziellen Katalog weitergeführt. Zuletzt sind neu erschienen: Graf: Sängerische Begabung; Fink: Pius, der Frosch; Karimi: Music Gym.


Koproduktionen

Die Kooperation mit dem G. Henle Verlag, München begann 2003 durch die Übernahme der Orchesterausgaben, die Henle aus der neuen Beethoven- und der neuen Brahms-Gesamtausgabe entwickelt hatte. Wenig später erweiterten beide Verlage ihre Zusammenarbeit. Seither erscheinen in regelmäßiger Folge gemeinsam Urtext-Ausgaben der klassischen und romantischen Solokonzert-Literatur. Eine kleine Auswahl: Mozart: Sinfonia concertante, Schumann: Klavierkonzert, Tschaikowsky: Violinkonzert, Berg: Violinkonzert. Diese Ausgaben sind im Rahmen der Breitkopf-Editionsreihen PB (Partitur-Bibliothek), OB (Orchester-Bibliothek), ChB (Chor-Bibliothek) und EB (Edition Breitkopf) an fünfstelligen Nummern erkennbar, so z. B. Beethovens Missa solemnis die Nummern PB/OB/ChB 14650 und EB 10544. Die mit Henle erarbeiteten Neuerscheinungen sind in den aktuellen Breitkopf-Katalogen enthalten und werden beim Breitkopf-Orchesterprogramm angezeigt.

EOS ist die Abkürzung der „Eulenburg Orchestral Series“, die Breitkopf seit 2012 in Kooperation mit Schott Music weiterentwickelt. Schwerpunkt der EOS-Backlist sind große Orchesterwerke der Barockliteratur (Charpentier: Te Deum; Monteverdi: Marienvesper; Vivaldi: Le quattro stagioni) sowie Repertoirewerke des 19. und 20. Jahrhunderts wie Bizets „Arlésienne“-Suiten, Tschaikowskys Rokoko-Variationen oder Griegs Peer-Gynt-Suiten. Das EOS-Programm ist im Breitkopf-Katalog „Orchester 2015“ enthalten. Aktuelle EOS-Neuerscheinungen werden beim Breitkopf-Orchesterprogramm angezeigt.