Zwischen 1836 und 1884: Fünf wiederentdeckte Opern

Verdi? Fehlanzeige. Wagner? Nur eine Jugendsünde. Es geht um Schumann, Cornelius, Rimskij-Korsakow und Tschaikowsky.

Mit fünf erfolgreichen Premieren aus den letzten Wochen zeigen wir fünf markante Visitenkarten aus der „Breitkopf-Operngeschichte“ Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit Bezug auf die Wiederentdeckung von Marschners Vampyr (1828) – siehe „uptodate 2-2017“ – schreiben wir damit sozusagen die Fortsetzung und sparen uns dabei bewusst das große Musiktheater Wagners, zu dessen Rezeption der Verlag Breitkopf & Härtel durch die Erstausgaben von Lohengrin und Tristan entscheidend beitrug, für einen späteren Zeitpunkt auf. Wiederentdeckungen liegen also im Trend, die Landkarte der Komponisten und Werke wird farbiger, und kreative Auswirkungen auf die nächsten Spielpläne werden nicht ausbleiben.

1836
Richard Wagner: Das Liebesverbot
Premiere: Buenos Aires, Teatro Colón, 25.04.2017

1850
Robert Schumann: Genoveva
Premiere: Mannheim, Nationaltheater, 29.04.2017

1858
Peter Cornelius: Der Barbier von Bagdad
Premiere: Gießen, Stadttheater, 28.01.2017

1882
Nikolaj Rimskij-Korsakow: Schneeflöckchen (La Fille de neige)
Premiere: Paris, Opéra, 15.04.2017

1884
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Mazeppa
Premiere: Gera, Bühnen der Stadt, 28.04.2017
Wiederaufnahme: 11.03.2018